Customer Storys & Lösungen

Das digitale Krankenhaus – wo stehen wir?

| Stefan Krannich

In den letzten Wochen habe ich mit einigen Ärzten und Pflegekräften gesprochen und mir von ihnen erzählen lassen, wie es mit der Digitalisierung in ihren Krankenhäusern und auf den Stationen aussieht. Dabei wurde mir eins klar: es herrscht ein bunter Mix an manuellen und digitalen Prozessen. Auf der einen Seite haben wir die Betriebe, die noch mit alten Papierakten arbeiten und auf der anderen Seite Kliniken, die bereits digitale Patientenakten nutzen, in denen Querverweise zum PACS-System bestehen. Letztere haben bereits die Chancen der Digitalisierung erkannt, doch was ist mit dem Rest?

Das digitale Krankenhaus

Was bedeutet Digitalisierung für euch persönlich?

Das war eine der ersten Fragen die ich allen gestellt habe. Bei dieser Frage ging es mir darum, zunächst allgemein herauszufinden, was meine Interviewteilnehmerinnen und –teilnehmer unter dem Begriff „Digitalisierung“ verstehen. Oft wurde dabei gesagt, dass man weg vom Papier wollte, aber auch Beispiele wie bargeldloses Bezahlen und das Prozesse „intelligenter und effektiver“ werden müssten, um aktuellen Anforderungen gerecht zu werden, kam zur Sprache.

Ich stimme meinen Gesprächspartnern zu: Es ist schwer nachzuvollziehen, dass in einer Zeit, in der ich bargeldlos mit meinem Smartphone bezahlen kann und dort ebenfalls direkt auf Rechnungen zugreifen kann, Ärzte sich noch immer mit Faxgeräten und Papierakten beschäftigen müssen. 

Status-Quo in Krankenhäusern

Wie wir sehen wird in vielen Krankenhäusern leider immer noch mit Papierakten gearbeitet – und zwar mit allen Schwierigkeiten die dazu gehören. Einer der Pfleger, den ich befragt habe, hat es sehr treffend formuliert: „Also manche Anordnungen von Ärzten sind so schwer leserlich, das hätte ich auch mit Wingdings ausdrucken können: Katze hält Handtuch Klammer auf“. Wenn auch auf eine etwas überspitzte Art bringt er damit eines der Hauptprobleme genau auf den Punkt. Eine handschriftliche Notiz mag vielleicht in der Theorie sinnvoll sein, den nötigen Informationsgehalt von Arzt an Pfleger schnell zu übertragen, in der Praxis ist es das aber meistens nicht.

Fehlende Transparenz und langsame Durchlaufzeiten

Ein Pfleger beschrieb mir seinen Arbeitsalltag mit der Papierakte so: „Ich komme zur Spätschicht und wir machen Übergabe, da erhalte ich die Akte. Dann kommt die Visite und die Akte ist weg. Danach kommt vielleicht der Oberarzt und macht noch eine Oberarztvisite und auch da ist die Akte weg. Dann geht mein Patient zu einer Untersuchung, dabei muss er die Akte mitnehmen, wieder ist sie weg.“ Eigentlich jede Klinik hat ein KIS (Krankenhaus-Informations-System), doch neben dem gibt es dann die gerade besprochene Papierakte, das PACS-System für Röntgenbilder, Bilder und Videomaterial von Ultraschall, sowie Endoskopie oder Laparoskopien. Doch wer jetzt denkt, dass diese Systeme alle miteinander vernetzt sind, den muss ich leider enttäuschen: bei vielen Krankenhäusern sind sie das nicht. In der täglichen Praxis heißt das auch, dass ein Arzt oder eine Krankenschwester nicht nur mit acht unterschiedlichen Tools oder mehr arbeiten muss, sondern dass er oder sie auch teilweise zu den Systemen hingehen muss, um die Daten überhaupt auslesen und verwerten zu können. Hat man die gesuchte Information zum Patienten gefunden, stellt sich jedoch die nächste Frage: Sind die Informationen auf dem aktuellen Stand? Sie sehen, im Arbeitsalltag ist der Informationsfluss zwischen Ärzten, Schwestern und Pflegern langsam, undurchsichtig und ungenau. Es fehlt eine transparente und vor allem sichere Dokumentation der Daten und genau hier schaffen digitale Lösungen Abhilfe.

Wie sicher sind Patientendaten?

Das dritte und aus meiner Sicht größte Problem in Krankenhäusern heißt „Compliance“! Klinikpersonal arbeitet häufig mit einem breiten Spektrum an Informationskanälen: angefangen von der Papierakte, die alle Daten über den Patienten enthält bis hin zu WhatsApp-Gruppen, die Ärzte nutzen, um sich in Notfällen schnell zu beraten. Klar ist: ein moderner, digitaler Datenschutz sieht anders aus. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen: haben Sie sich eigentlich schon mal gefragt, warum in fast allen Arztpraxen noch immer Faxe stehen? Nein? Nun ich will es Ihnen sagen: weil dies aus Sicht einiger Ärzte und Kliniken die sicherste Art ist, um Patientendaten zu übermitteln. Ist das zeitgemäß und sicher? Entscheiden Sie selbst.

Wie sieht die Zukunft des digitalen Krankenhauses aus?

Ich habe meine Gesprächspartner auch gefragt was ihrer Meinung nach passieren würde, wenn sich in den nächsten Jahren nicht etwas an der Digitalisierung im Krankenhaus ändert und eine Krankenschwester brachte es sehr schön auf den Punkt als sie sagte: „Dann bleibt das Krankenhaus stehen. Es ist unmöglich, dass ein Krankenhaus nicht digital wird.“ Und ich stimme ihr da voll zu, die Frage muss nicht heißen, ob digitale Prozesse in Krankenhäusern umgesetzt werden, sondern wann. Wie ein Sprichwort so schön sagt „Die beste Zeit einen Baum zu pflanzen war vor 20 Jahren, die zweitbeste Zeit ist heute.“ Krankenhäuser sollten jetzt auf den Zug aufspringen und die Chancen der Digitalisierung nutzen!

Abschließend fragte ich nach den Wünschen für ein digitales Krankenhaus in der Zukunft. Grundsätzlich will jeder erstmal weg vom Papier, aber meine Interviewpartner haben auch verstanden, das Digitalisierung eben nicht nur bedeutet Papier durch elektronische Dokumente zu ersetzen, sondern das in dem Zusammenhang auch ein Wandel stattfinden muss. Systeme müssen intelligenter werden und die Arbeit der Mitarbeiter unterstützen. Zusätzlich müssen die Systeme besser miteinander vernetzt werden.

Fazit

Die meisten Wünsche, die meine Teilnehmer gestellt haben, können wir bereits heute mit ECM-Plattformen wie Doxis4 in die Tat umsetzen. Darüber hinaus sind wir aber dank unserer kognitiven Services auch in der Lage Ärzte, Schwestern und Pfleger aktiv in ihrer Arbeit zu unterstützen. Die Welt ist im Wandel - Werden auch Sie ein Teil des digitalen Wandels in den Krankenhäusern und lassen Sie sich von mir die Möglichkeiten von Doxis4 und dessen Einsatzmöglichkeiten im Gesundheitswesen zeigen: Vereinbaren Sie einfach Ihren persönlichen Demo-Termin ⯈

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Stefan Krannich

Hi! Ich bin Stefan und seit über 15 Jahren in der IT- & ECM-Welt unterwegs. Bei der SER Group bin ich mit ganzem Herzen ECM-Evangelist und zeige, wie Unternehmen mit Doxis4 zum Held Ihrer Digitalisierungsreise werden. Was mich an Doxis4 begeistert? Das ECM bringt Power in Prozesse, kann in die Cloud abheben und hat dabei auch noch Köpfchen – also alles, was auch ich mag. Denn privat findet man mich entweder mit Speed auf dem Motorrad, hoch oben beim Bouldern oder strategisch-kreativ beim Live Action Role Playing (LARP).

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